Unsere Pfarrkirche St. Clemens krefeld Fischeln

Unser Pfarrpatron


 
Clemens I.
Gedenktag katholisch: 23. November 

Name bedeutet: 
der Sanftmütige (latein.)

Gedenktag evangelisch: 23. November
Gedenktag orthodox: 24. November

römischer Gemeindevorsteher, Märtyrer, Apostolischer Vater
* um 50 in Rom
+ 97 (oder 101) in Rom (?) oder auf der Krim (?)
 

 

Der Pfarrpatron

St. Clemens in unserer Pfarrkirche
© Heinrich Sieberichs

Clemens gilt Irenaeus zufolge, als der dritte Nachfolger von Petrus als Gemeindevorsteher von Rom. Nach der Überlieferung suchte Clemens als junger Gelehrter bei den Philosophen einen Beweis für die Unsterblichkeit der Seele; er fand ihn im Hören auf eine Predigt des Apostels Barnabas, die ihn bekehrte. Er wurde von Barnabas getauft und zu Petrus geführt, erfuhr von diesem die Bestätigung der Unsterblichkeit und wurde von ihm zum Nachfolger als römischer Gemeindevorsteher bestimmt. Nach dem Tod von Petrus wollte er diese Wahl nicht annehmen, überließ erst Linus, dann Anenkletos das Amt, wurde aber um das Jahr 88 gezwungen, das Amt zu übernehmen, das er bis 97 innehatte, wie es die frühen Papst-Verzeichnisse angeben.

Clemens gilt als Verfasser der beiden "Clemensbriefe", dessen erster sich an die Gemeinde in Korinth wendet, dessen zweiter eine Art ausführliche Predigt ist. Der Ausbruch der Dispute innerhalb der Kirche von Korinth, wo einige Kirchenälteste ihres Amtes enthoben wurden, zwang Clemens, einzugreifen. Bis ins 4. Jahrhundert galten sie allgemein als kanonisches Buch der Bibel, bis heute werden sie als Zeugnis für die frühe zentrale Stelle des Bischofs von Rom betrachtet. Die Briefe sind eine wichtige Informationsquelle über das Leben, die Lehre und Organisation der frühen christlichen Kirche und begründen Clemens' Aufnahme in die Reihe der Apostolischen Väter.

Eine der Sinnsprüche von Clemens lautet: "Der Herr selbst, als ihn einer fragte, wann sein Königreich komme, sagte: 'Wenn zwei eins sind und das Äußere wie das Inwendige, und der Mann mit dem Weibe, weder Mann noch Weib'."

Kaiser Trajan verbannte Clemens der Legende nach mit vielen anderen Christen zur Zwangsarbeit in die Marmorsteinbrüche von Chersones - das heutige Sevastopol - auf der Krim, wo alle schwer an Wassermangel litten. Clemens vereinte sich mit allen Christen zum inständigen Gebet, schaute ein Lamm, das mit dem rechten Fuß scharrte, grub an diesem Ort - es sprudelte eine Quelle. Zahlreiche Menschen ließen sich taufen. Davon unterrichtet, ließ Trajan ihn mit einem Anker am Hals ins Meer stürzen und seine Mitchristen töten. Lange Zeit erschien am Jahrestag von Clemens' Todes sein Sarg in marmornem Tempel aus dem Wasser.

Cyrillus von Saloniki soll die Gebeine schließlich gefunden und in die ihm geweihte Kirche S. Clemente in Rom übertragen haben. Diese Kirche war an der Stelle des Elternhauses von Clemens erbaut worden und wurde schon im 4. Jahrhundert erwähnt. Clemens' Reliquien werden heute im Hochaltar der 1108 erbauten Oberkirche aufbewahrt.
Fresko, 1295,
im Kloster Sveti Kliment in Ohrid in Makedonien
Brevier des Martin von Aragon: Clemens' Martyrium

Attribute: Lamm, Brunnen, Anker
Patron von Sevilla, Aarhus und Compiègne, derKrim; der Seeleute, Hutmacher, Bergleute, Steinmetzen, Marmorarbeiter; der Kinder; bei Sturm und Gewitter; gegen Wassergefahren und Kinderkrankheiten
Bauernregel:
"Dem Clemens traue nicht, / denn selten zeigt er ein mild's Gesicht."
"St. Clemens uns den Winter bringt, / St. Petri Stuhl den Frühling winkt,
den Sommer bringt uns St. Urban, / der Herbst fängt um Bartholomäi an."


Stand: 05.06.2001