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Geschichte von St. Clemens Krefeld-Fischeln Über den Ursprung einer Kirche und Gemeinde in Fischeln können keine gesicherten Aussagen gemacht werden. Es soll hier, so geht die Sage, der hl. Willibrord (+ 739) - er hatte den Beinamen Clemens - eine Kirche an die Stelle eines alten Tempels gebaut haben. Wahrscheinlich hat es im 10. Jahrhundert hier eine Schwellbalkenkirche gegeben, einen kleine Rechteckbau, an den vielleicht im 11. Jahrhundert ein Schiff angebaut wurde und anschließend der noch erhaltene Turm im 12. Jh. In einer Schenkungsurkunde des Theoderich von Millendonk an das Kloster Meer aus 1272 wird als Zeuge Heinrich, Pastor in Vischele, angegeben. In einem Abgabenverzeichnis an den Erzbischof von Köln, dem sogenannten liber valoris aus 1308, ist "Vischel" Pfarre im Dekanat Neuß, Archidiakonat des Kölner Domdekans. Die Pfarrstelle war ein Personat, die Pfarrer (Personatare), Inhaber der Pfarrpfründe, residierten vielfach nicht in der Pfarre, sonder bestellten dort einen Dauervertreter" = vicarius perpetuus, der mit der vollständigen Seelsorge betraut war. An den alten Turm baute man wohl im 13./14. Jh. eine zweischiffige Kirchenanlage. Die reformatorische Lehre im 16. Jh.scheint hier wenig Chancen gehabt zu haben; die Visitation von 1569 berichtet über den Seelsorger, den Vikar Gerhard Stralen nur Gutes, so über seine Gewissenhaftigkeit, mit der er sonn- und feiertags zweimal predigte; der Personatar war damals Johannes Gropper, Scholaster am Gereonstift in Köln. Das Gereonstift hatte zu der Zeit die Kollatur. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde an die Kirche ein südliches Seitenschiff in Form des vorhandenen nördlichen angebaut. Die kirchliche Verwaltungsordnung änderte sich von Grund auf mit der Okkupation und dem Anschluß des Gebietes an Frankreich nach dem Frieden von Lunéville und der Organisation des neuen Bistums Aachen. 1804 wurde Fischeln Pfarre im Kanton Uerdingen. Nach Wiedererrichtung des ErzbistumsKöln gab es seit 1827 wieder die Dekanatsordnung. Nun kam unsere Pfarre zum Dekanat Krefeld. Pfarrer Barthel Beckers (1857-1869), infolge des Mischehenstreites zwischen Kirche und preußischer Regierung in mehrmonatiger Festungshaft als Pfarrer in Köln (1840-1857) führte 1858 die "Römerfahrt" zu Palmsonntag ein. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl erheblich angewachsen. Deshalb wurde die Kirche nach Plan von Vinzenz Statz erweitert: 1867 wurde der Ostteil abgebrochen und das mächtigeQuerhaus gebaut. Am 14. Oktober 1868 war die feierliche Weihe. 1896 wurde das Rektorat Herz
Jesu, Königshof und 1915 das Rektorat St. Bonifatius, Stahldorf von
der Mutterpfarre
Im Zuge der Restaurierung
nach 1959 wurden eine neue Sakristei gebaut und im Querhaus Emporen angebracht;
Architekten Willi Basque und Cornelius Steinmann aus Krefeld. Der alte
Teil der Kirche ist in Tuff, der neue (seit 18. Jahrhundert) in Backstein
gebaut.
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