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Die Geschichte des Chores St. Clemens zu Krefeld-Fischeln
Im Jahre 1841 wurde durch die Initiative des Vikars Maubach und des Lehrers Thonett ein zunächst aus 8 Männern bestehender Chor gegründet, der bis 1892 den Namen 'Kirchen-Gesang-Verein' trug. Als Gründungsmitglieder sind überliefert: Heinrich Dörper, Mathias Abelen, Jakob Bauer, Karl Lingenbrink, Heinrich Hecker, Franz Bienefeld, Johann Hüsges und Gerhard Röttges. Diese Männer sollten an unserer Kirche die Tradition des lateinischen Choralgesanges wieder aufleben lassen, die seit langer Zeit unterbrochen war. Der Kirchenvorstand ließ 6 Choralbücher anschaffen und mietete eine kleine Orgel zur Begleitung des Gesanges. Die ersten Proben dürften in der damaligen Küsterei stattgefunden haben. Sie wurden vom Lehrer Thonett geleitet, der an der Kirche das Amt des Organisten provisorisch versah. Nach kurzer Zeit konnte der Choral beim Gottesdienst würdig und "kräftig" (wie der Chronist schreibt) vorgetragen werden. Bald übte man auch mehrstimmige Psalmen ein, wobei Schulknaben aus Mangel an geeigneten Männerstimmen den ersten Tenor vertraten.
1844 begleitete der Chor die Firmlinge nach
Krefeld und sang in der Prozession mehrstimmige Psalmen.
Als im gleichen Jahr der zum Organisten ausgebildete Küster Johann
Esser den Lehrer Thonett ablösen sollte, geriet der Verein in eine
ernste Krise. Die Mehrzahl der Mitglieder akzeptierte den neuen, noch minderjährigen
Organisten nicht, trat aus dem Kirchen-Gesang-Verein aus und wollte sich
einem weltlichen Verein anschließen, den der Lehrer Thonett zum Vergnügen
und zur gesellschaftlichen Unterhaltung zu gründen beabsichtigte.
Doch bald kehrten die verlorenen Brüder reumütig zurück.
Die Krise war überwunden. Der Chorleiter fasste nun den Plan, eine
musikalische Messe einzuüben, was sich aber wegen der geringen Sängerzahl
als undurchführbar erwies.
Bei einem Rückblick auf die Jahre 1841 - 1844 kommt man zu der
Feststellung, dass der Kirchen-Gesang-Verein noch weitgehend den Charakter
eines Provisoriums trug. Es fehlte nicht viel, so hätten sich seine
bescheidenen Anfänge in ein Nichts aufgelöst. Dass der Verein
allen Widrigkeiten und Gefährdungen zum Trotz am Leben blieb, dürfte
das Verdienst einiger Männer sein, die sich durch Rückschläge
nicht entmutigen ließen und aus einem starken Interesse an der Sache
das einmal begonnene Werk fördernd unterstützten. In diesem Zusammenhang
sei der Name des Pfarrers Heinrichs erwähnt, der sich nach der Versetzung
des Vikars Maubach begeistert für den Kirchengesang einsetzte.
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Wie
ein kleines Wunder mutet es an, dass der Kirchen-Gesang-Verein im Jahre
1845
auf einmal 40 Mitglieder zählte. Der tüchtige Musiker Carl Dollbaum
hatte die Leitung übernommen. Messen wurden eingeübt, das Repertoire
erweiterte sich um weltliche Lieder.
Doch der Aufschwung war zu plötzlich gekommen, die Scheinblüte zerfiel, und kurze Zeit später stand der Chor wie in den ersten Jahren da. Der alte und neue Leiter Esser hatte Mühe, mit wenigen Getreuen wenigstens den Choralgesang aufrecht zu erhalten.
Stetige Arbeit unter schwierigen Verhältnissen ermöglichte 1854 das erste öffentliche Konzert. Es hatte, wie mehrere Konzerte in den nächsten Jahren, eine soziale Bestimmung. Der Reinertrag kam den Armen der Gemeinde zugute.
Bis
1859 war die Mitgliederzahl auf etwa 30
angewachsen. Man mietete nun ein Probenzimmer (bei der Witwe Röttges
auf der Rosenstraße) und schaffte ein sechsoktaviges Klavier an.
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In
das Jahr 1861 fällt das Fest der Weihe der Vereinsfahne (Kostenpunkt
110 Taler). Sie trug auf rotem Samt einen aufrecht stehende Anker und zwei
Fische als Symbole des Pfarrpatrons St. Clemens und der Gemeinde Fischeln.
Um diese Zeit steht der Kirchen-Gesang-Verein nach innen und außen
einigermaßen gefestigt da. Durch das Auftreten bei Konzerten - auch
außerhalb Fischelns - setzte er sich in stärkerem Maße
der Kritik aus, was eine gründlichere und fleißigere Übung
zur Folge hatte. Die positive Entwicklung hielt auch weiterhin an.
Rückschläge durch den Krieg von 1866, in dem zwei Sänger fielen, und durch den Krieg 1870/71, der zur Absage aller Veranstaltungen zwang, wurden bald wieder ausgeglichen.
Im Jahre 1878 fiel einer zwanzigköpfigen Spielergemeinschaft des Vereins ein Lotteriegewinn von 600 Mark zu. Wenn auch die Chronik schweigt, scheint die Annahme nicht unbegründet, dass sich die Sänger damals "gütlich gelabt haben".
Nach dem Tode des J. Esser folgte im Jahre 1885 unter Pfarrer Dr. Böcker Fritz Flohr als Organist und Chorregent.
Er leitete die Aufführungen beim goldenen Jubelfest
des Vereins, das
1891 glanzvoll gefeiert wurde.
Die vorstehenden Ausführungen basieren zum größten
Teil auf den Aufzeichnungen zu einer Ansprache, die der langjährige
Senior Norbert Maas beim neunzigjährigen Jubelfest des Vereins im
Jahre 1931 gehalten hat.
Er konnte sich dabei auf eine inzwischen verlorene Chronik des Kirchen-Gesang-Vereins
stützen, die die Zeit von der Gründung bis 1892 umfaßte.
Darin war am Rande auch von den Vergnügungen des Vereins die Rede,
der inoffiziellen Seite also, die sich weitgehend der Überlieferung
entzieht, deren Würze und Farbe aber das Vereinsleben nicht unwesentlich
beeinflussen. In der Gründungszeit war es üblich, dass der Küster,
der in Personalunion auch das Amt des Organisten und Chorleiters innehatte,
die Sänger am 1. Weihnachtstag zu einem Frühstück und am
Ostersonntag zum Mittagessen bzw. zu einem Kaffee mit Eieressen einlud.
Er wollte ihnen hiermit für manche Hilfeleistung in der Kirche danken.
An die Stelle der Bewirtungen trat nach einiger Zeit - die Zahl der Sänger
war zu groß geworden - eine Freibierzeche am Osterdienstag. Ferner
ist überliefert, dass die 8 Taler, die der Verein jährlich aus
der Kirchenkasse erhielt, in den ersten 5 oder 6 Jahren regelmäßig
in ein im Sommer stattfindendes Festessen investiert wurden.
Mit dem Wahlspruch
beginnt im Jahre 1892 die heute noch erhaltene schriftliche Aufzeichnung der Chronik.
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Am 14. Mai 1892 schloss sich der Kirchen-Gesang-Verein dem Allgemeinen
Deutschen Cäcilien-Verein an. Der änderte seinen Namen in 'Pfarr-Cäcilien-Verein
in Fischeln'. Präsides waren in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg die
Pfarrer de la Haye (bis 1896), Frank (bis 1908), Msgr. Dr. Gratzfeld (bis
1913) und Dr. Wahlen (von 1913 an).
Nach dem Tode des langjährigen Chorleiters Fritz
Flohr folgte 1908 Hermann Pingel. Dieser gründete noch im gleichen
Jahr einen Knabenchor, der in der Folgezeit bei manchen Veranstaltungen
erfolgreich mitwirkte. Er bestand im Gegensatz zu einem früheren nur
kurzlebigen Versuch (1893) immerhin über ein Jahrzehnt und zählte
zeitweise 60 Mitglieder.
Es ist amüsant, in der Chronik zu lesen, mit welcher Intensität
sich der Verein bemühte, die Knaben bei Laune zu halten. Jedes Jahr
wurden mit ihnen Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen,
die, wie der Chronist betont, "alle in der schönsten Weise verliefen".
Von einem Ausflug ist berichtet, dass die Chorknaben wegen eines eingetretenen
Regens auf Kosten des Vereins per Bahn nach Hause geschafft wurden. Bei
der alljährlichen Weihnachtsfeier erhielten sie reichlich Geschenke;
und denjenigen, die bis zur Schulentlassung dem Chor treu blieben, war
ein schönes Präsent in Aussicht gestellt. Wegen der Chorknaben
wurde sogar ein besonderes Amt eingerichtet. Ein resoluter Sangesbruder
erhielt die Aufgabe, sie in der Kirche zu beaufsichtigen.
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Von
der regen Aktivität des Vereins zeugt die Gründung einer Musikabteilung
im Jahre 1911. Sie zählte gleich zu Anfang 26 Mitglieder und
trug in der Folgezeit dazu bei, die Feste abwechslungsreicher zu gestalten.
Dem gleichen Zweck dienten Aufführungen kleinerer Theaterstücke
meist possenhaften Charakters.
Überhaupt ergibt sich ein buntes Bild vom geselligen Leben des Vereins in jener Zeit. Ein repräsentativer Querschnitt durch das Jahr 1913 mag dies verdeutlichen. Fastnachssonntag: Familienfest zusammen mit dem 'St. Clemensverein' und dem 'St. Josefsverein'. Fastnachtsmontag: Närrische Sitzung. - 11. Mai: Ausflug mit dem Knabenchor und Orchester nach Osterath. - 24. August: Ausflug nach Ruhrort zur Besichtigung des Hafens. - 5. Oktober: Jahrefest mit der Aufführung eines größeren Werkes unter der Mitwirkung von Solisten und eines Damenchores. - 25. November: Festessen und gemütliches Beisammensein anläßlich des Stiftungsfestes. - Ferner: Weihnachtsfeier mit Bescherung der Sängerknaben und Silvesterfeier. In dieser reichen Fülle spiegelt sich die gemütvolle, festesfreudige Stimmung der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Die Säle waren bei größeren Veranstaltungen zum Bersten gefüllt, die meisten Aufführungen mussten wiederholt werden.
Besonderen Eindruck erzielten das Weihnachtsoratorium 'Emanuel' von
F. Müller, bei dem neben der musikalischen Seite "die Stellung der
lebenden Bilder" rühmend erwähnt wird, ferner 'Das Lied von der
Glocke' von A. Romberg nach dem Text von F. v. Schiller und schließlich
'Blondels Fahrt', bei deren Aufführung der Chor durch die Gesangsabteilungen
der Jungfrauenkongregation und des Arbeitervereins auf 160 Akteure verstärkt
wurde. Den Orchesterpart und die Soli übernahmen meistens auswärtige
Kräfte.
In die Zeit der Blüte platzte der 1. Weltkrieg verheerend hinein.
Viele Sänger wurden zu den Fahnen gerufen, drei von ihnen fielen.
Fast alle Veranstaltungen mußten ausfallen.
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1916
zählte der Verein noch zwölf aktive Mitglieder, die lediglich
den Choralgesang in der Kirche aufrecht erhalten konnten. Als schließlich
der Dirigent Pingel eingezogen wurde, zerfiel auch der Knabenchor fast
völlig.
Die kritische Lage des Chores zwang im Jahre 1918
zur provisorischen Hinzuziehung von Damen.
Nach dem Ende des Krieges ging der Wiederaufbau nur mühsam vonstatten.
Die äußeren Verhältnisse waren katastrophal, aber es keimte
neuer Mut mit dem festen Willen, die bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden.
So heißt es über die Silvesterfeier des Jahres 1919: "Des Kohlenmangels wegen gingen uns schon um 10 Uhr die Gaslampen aus. Wir ließen uns aber nicht stören, steckten Kerzen an und machten uns so die schönsten Stunden beim Kerzenschein. Es fehlte aber auch nicht ein Fass Bier."
Nachdem Pfarrer Cleven 1921 sein Amt angetreten hatte,
brachte das Jahr 1922 mit einigen vereinsinternen Änderungen
einen deutlichen Auftrieb. Norbert Maas übernahm den Rang des Seniors.
Dieses Amt des 2. Vorsitzenden, wie wir heute sagen, war im Jahre 1908
zusammen mit dem des Bibliothekars zu den älteren Ämtern des
Schriftführers und Kassierers hinzugekommen. Es bedeutete praktisch
die organisatorische Leitung des Vereins.
Norbert Maas hat 34 Jahre lang mit nimmermüdem Einsatz und großem
Geschick diese schwierige Aufgabe gemeistert und dem Chor sein Gepräge
gegeben. Eine weitere Änderung des Jahres 1922 war der Wechsel am
Dirigentenpult: Karl Schroers löste den bisherigen Chorleiter Pingel
ab. Und schließlich wurde das, was sich schon lange angedeutet hatte,
Wirklichkeit. Nachdem bei vielfachen Anlässen (seit 1893 verbürgt)
sangesfreudige Damen dem Chor ihre Unterstützung geliehen hatten,
wurden sie offiziell in den Verein augenommen.
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Zu
Beginn des Jahres 1923 belief sich die Mitgliederzahl auf 19 Damen
und 13 Herren. Wie spärlich, wird man heute sagen. Aber welche Zustände
herrschten damals! Nur wenige zusammenhanglose Einzelheiten aus der Chronik:
Von einem Sängerfest in Friemersheim mussten die Fischelner vor Schluss
der Veranstaltung aufbrechen, da bis Uerdingen Belagerunszustand war. Ein
Harmonium wurde für 13 Zentner Kartoffeln veräußert. Nach
einem Konzert erhielt der Dirigent keinen Lorbeerkranz (wie Hermann Pingel
im Jahre 1911), sondern "ein Geschenk, bestehend in Blumen und Naturalien".
Auf Eintrittskarten, die im Vorverkauf 55 Millionen Mark gekostet hatten,
mußte eine Nachzahlung von 100 Millionen Mark geleistet werden. Dazu
abschließend der Chronist: "Trotz diesem hohen Eintritt wurde nur
ein Überschuss von 7,155 Milliarden Mark erzielt." Ein Festessen ergab
ein Defizit von 26 Billionen, die allerdings bei der nächsten Versammlung
von den Mitgliedern "aus der Westentasche" beglichen wurden. Die Inflation
blühte.
Im Jahre 1924 feierte man das 80jährige
Jubelfest des Vereins mit großen Aufwand und Erfolg. Durch die Inflationsjahre
1921 - 1923 war vermutlich das Jubelfest von 1921 auf das Jahr 1924 verschoben.
Die Mitgliederzahl war sprunghaft auf 72 (41 Damen, 31 Herren) angestiegen.
Das Festprogramm vermittelt ein Bild von dem Umfang der Jubiläumsfeierlichkeiten.
Am Sonntag, dem 12. Oktober: Pontifikalamt, Festbankett unter Mitwirkung
des MGV 'Cäcilia' Fischeln und des Fischelner Orchesters, Festzug
mit 23 Vereinen, Festkonzerte in den Sälen von Wolf und Stelten mit
11 Gesangvereinen, anschließend Festbälle. Am Montag, dem 13.
Oktober: morgens Requiem und abends Familienfeier. Am Samstag, dem 18.
Oktober: Jubelkonzert mit großem Orchester und namhaften Solisten.
Im Mittelpunkt stand 'Das Lied von der Glocke' in der Vertonung von A.
Romberg, womit der 'Pfarr-Cäcilien-Verein' an die Tradition der Vorkriegszeit
anknüpfte. Abgesehen von der finanziellen Seite (1000,-- Mark Defizit)
war das Jubelfest ein voller Erfolg.
Der Chor ruhte sich aber keineswegs auf den zweifellos erworbenen Lorbeeren
aus. Es wurde hart und ernsthaft geprobt und gelegentlichen Auflockerungserscheinungen
rigoros entgegengewirkt.
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So
beschloss der Vorstand in einer Sitzung des Jahres 1926, "dass diejenigen
Personen, welche in den Gesangsproben nicht ruhig sein können, vor
die Tür gesetzt werden sollen".
Im gleichen Jahr veranstaltete der Chor wieder ein großes Konzert
u. a. mit der Aufführung des musikalischen Märchens 'Die Zwerge
im Hübichenstein' von Klages. Die Kritik war blendend, das Defizit
betrug 200 Mark. Die neue finanzielle Misere lastete schwer auf dem Verein;
doch die innere Kraft blieb ungebrochen. Sie drängte zu weiterer erstaunlicher
Aktivität, und zwar auf einem Gebiet, das abseits liegt von den üblichen
Wegen eines Chores, dessen sich der 'Pfarr-Cäcilien-Verein' aber oft
mit liebevoller Pflege angenommen hat.
Beim Stiftungsfest des Jahres 1927 wurde Schillers
Trauerspiel 'Maria Stuart' von Sängerinnen und Sängern aufgeführt.
"Welche Vermessenheit! Die klassische Tragödie auf der Laienbühne
- eines Gesangvereins! Hatte man jegliches Maß verloren?" So oder
ähnlich wird die heutige Kritik lauten. Sicherlich ist sie nicht unberechtigt.
Wenn man aber in der Chronik von dem begeisterten Einsatz aller Akteure
liest, von der rastlosen Tätigkeit des Seniors, der das Werk inszenierte
und dazu noch eine Rolle übernahm, ferner vom Premierenfieber, das
den ganzen Verein gepackt hatte, dann macht das mitleidige Lächeln
einer gewissen Wehmut Platz, und man fragt sich, ob neben dem Perfektionismus
unserer Tage nicht auch das andere wiegt: das unbekümmerte Streben
nach einem allerdings kaum erreichbaren Ziel. Die Aufführung der 'Maria
Stuart' war nun keineswegs ein Mißerfolg. Es wurden Leistungen geboten,
die - an den Möglichkeiten einer Laienbühne gemessen - durchaus
annehmbar schienen. Wie sehr das Spiel dem ganzen Chor am Herzen lag, zeigt
ein fast unbedeutendes Detail. Die Akteure erhielten nach jeder Probe ein
Bier aus der immer noch strapazierten Vereinskasse spendiert. Der Achtungserfolg
der Klassikeraufführung ermutigte zu weiteren Schauspielen in der
Folgezeit.
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Die Wiedergabe der 'Ahnfrau' von Grillparzer im Jahre 1930 bezeichnete
die zeitgenössische Kritik als "eine Prachtleistung, wie sie auf einer
Liebhaberbühne nicht besser geschaffen werden kann".
Inzwischen war für den Verein eine schwere Zeit angebrochen. Krankheit,
Tod, persönliche Missverständnisse und menschliches Versagen
zwangen in den Jahren 1928 - 1933 zu häufigem Wechsel des Dirigenten.
1928: Oberlehrer Brouwers löst Musikdirektor Schroers ab. 1929: Brouwers
legt kurz vor Weihnachten sein Amt plötzlich nieder, Musikdirektor
Gehnen übernimmt provisorisch die Leitung. 1930: Schroers kehrt zurück.
Ihm folgt nach kurzer Zeit Musikdirektor Havix. 1932: Havix wird abgewählt,
an seine Stelle tritt Gehnen. 1933: Gehnen stirbt, sein Nachfolger wird
J. Dülks. Es ist bemerkenswert, dass der Chor in diesen unruhevollen
Jahren treu zusammenhielt. Die Mitgliederzahl (etwa 50) sank nicht, die
Leistungen blieben beachtlich. Ja, man fand den Mut, neue Wege zu betreten.
Davon zeugt die Gründung eines separaten Männerchores im Jahre
1930 und die Aufführung eines modernen kirchenmusikalischen Werkes,
der 'Missa Laus Deo' von F. Scheel, beim 90. Stiftungsfest (1931).
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Nachdem
J. Dülks 1933 die Leitung des Chores übernommen hatte,
schien eine Zeit ruhiger, intensiver Arbeit angebrochen zu sein. Wieder
einmal wurde ein Knabenchor gegründet. Die Einstudierung etlicher
neuer Messen und zweier Passionen zeugt von einem fruchtbaren Wirken auf
dem Gebiet der musica sacra.
Aber im Jahresbericht 1935 schwingen zuerst
die dunklen Töne mit, die in der Folge nicht verstummen wollen. Dort
heißt es: "Den Zeitverhältnissen entsprechend wurde das Stiftungsfest
im intimsten Kreis abgehalten". Der Chor war gezwungen, sich ganz auf den
sakralen Raum zurückzuziehen. Als im Jahre 1938 ein 50jähriges
Sängerjubiläum festlich begangen werden sollte, schritt die Behörde
ein. Eine kleine, aber würdige Feier fand unter Ausschluß der
Öffentlichkeit in einem engen Raum hinter dem Clemenshaus statt. Die
Schar der Treuen schmolz zusammen. 1937 und 1938 traten jeweils 11 Mitglieder
aus dem Chor aus. Ein Jahr vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges übernahm
Otto Pingel den Dirigentenstab. Bald hatte die Zeit der Not und des Elends
das Leben in allen Vereinen erstickt. Viele Sänger mußten ins
Feld ziehen, auch der Dirigent. Unter der Leitung des Organisten J. Daubenspeck
konnte wenigstens der Gesang in der Kirche aufrecht erhalten werden. Wenn
auch der Kreis der aktiven Mitglieder immer mehr zusammenschrumpfte und
die Proben schließlich ganz eingestellt werden mußten, bemühte
man sich nach Kräften um einen würdigen Beitrag zum Gottesdienst.
Vier Sangesbrüder ließen im Krieg ihr Leben: Hans Aretz, Josef
Bruns, Heinrich Derkum und Josef Schleier. In den ersten Nachkriegsjahren
ging der Wiederaufbau des Chores langsam, aber stetig vonstatten.
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Unter
Otto Pingel (bis 1946) und Josef Lueg (bis 1947) wurde mit der Erarbeitung
eines neuen Repertoires begonnen. Als der neue Chorleiter Werner Marx im
Juli 1947 mit jugendlichem Elan das Dirigat übernahm, brach
eine neue erfolgreiche Ära an, die mit seinem Namen unlösbar
verbunden ist.
Das Jahr 1950 brachte einen bedauerlichen Bruch in der Vereinsgeschichte. Zwistigkeiten mit Pfarrer Dominik führten zur Auflösung des damaligen Chores. Die ausgeschiedenen Mitglieder gründeten daraufhin einen weltlichen Gesangverein, der unter dem Namen 'Gemischter Chor St. Clemens 1951" etwa 4 Jahre bestand.
Währenddessen wurde der Kirchengesang von einem
neukonstituierten Männer- und Knabenchor weitergeführt. Nachdem
im Jahre 1955 die Zeit des Exils abgelaufen war, kehrte der 'Gemischte
Chor St. Clemens' zu seiner ursprünglichen Bestimmung als Chor zurück.
Aus dem ehemaligen 'Pfarr-Cäcilien-Verein' war inzwischen der 'Kirchenchor
St. Clemens' geworden.
Der neue Präses Pfarrer Eugen Kranz (seit 1953 im Amt) förderte
die musica sacra an St. Clemens mit Rat und Tat. Es ist zu einem großen
Teil sein Verdienst, dass der Chor durch beachtliche, von der Kritik lobend
anerkannte Leistungen einen respektablen Stand erreicht hat, der in den
Aufführungen anlässlich des 125jährigen Bestehens seinen
besonderen Ausdruck finden sollte. Ohne seine Unterstützung wäre
es nicht möglich gewesen, Pläne ins Auge zu fassen, die für
einen Chor normalerweise schwerlich zu verwirklichen sind. Mehrmals in
jedem Jahr konnten kirchenmusikalische Werke mit Orchester aufgeführt
werden, wobei fast ausschließlich Sängerinnen und Sänger
des Vereins die solistischen Aufgaben übernahmen, während die
instrumentale Beleitung von Musikern des Städtischen Orchesters und
vom Pfarrjugendorchester ausgeführt wurde. Hierher gehören u.
a. Messen für Chor, Soli und Orchester von Haydn, Mozart und Schubert,
ferner das reiche kirchenmusikalische Programm für das gesamte Kirchenjahr.
Von 1955 an wurde an jedem Neujahrsmorgen nach dem Hochamt im Krankenhaus
Fischeln ein Ständchen gebracht, wonach man sich im Lokal Driessen
oder Wolf-Zens zum Frühschoppen zusammensetzte. Diese Tradition wurde
bis 1971 aufrechterhalten.
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Im
Jahre 1956 wurde in unserer Pfarrkirche das Volksoratorium 'Die
heilige Elisabeth' von J. Haas aufgeführt (1961 in der Krefelder Königsburg),
welche ein Markstein in der Geschichte des Chores ist. Dies alles wäre
nicht möglich gewesen ohne die verständnisvolle Förderung
durch den Präses Pfarrer Kranz, aber auch nicht ohne den Schwung und
die Tatkraft des Chorleiters Werner Marx, der sich mit Begeisterung den
mannigfaltigen Aufgaben zuwandte und diesen Enthusiasmus auf die Chormitglieder
zu übertragen wußte.
Schließlich bedurfte es eines Vorsitzenden,
der sich mit Leib und Seele dem Kirchengesang verschrieben hatte. Nachdem
Norbert Maas nach vierunddreißigjähriger rastloser Tätigkeit
für den Verein 1957 zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war,
trat ein Mann an seine Stelle, dessen Herz trotz aller Verpflichtungen
im öffentlichen Leben mit besonderer Liebe am Kirchengesang hing:
Ratsherr Wilhelm Odendahl bildete mit Pfarrer Kranz und Chorleiter Marx
das Dreigestirn, unter dessen Führung dem Chor weiteres Wachsen, Blühen
und Gedeihen beschieden war. Das zeigte sich nicht nur bei der Gestaltung der 'normalen' sonntäglichen Gottesdienste mit mehrstimmigen Messen und Choralbeiträgen (mit Orgel oder á capella) oder der festlichen Hochämter an hohen kirchenlichen Feiertagen mit großen Messen
für Chor, Soli und Orchester, sondern auch bei der Darbietung von
anspruchsvollen Konzerten.
Im Jahr 1961 ist Wilhelm Odendahl Schützenkönig in Fischeln.
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Aus
Anlass des 125jährigen Jubiläums im Jahre 1967 z. B. wurden
'Die Jahreszeiten' von Josef Haydn aufgeführt. Das 125jährige
Jubiläum wurde wegen der Renovierung der Pfarrkirche von 1966 auf
1967 verschoben.
Im Jahr 1969 ist Werner Marx Schützenkönig in Fischeln.
Da Werner Marx neben dem Chor mehrere weltliche Chöre (Frauen-, Männer- und gemischte Chöre) leitete, konnte man des öfteren größere Werke - gemeinsam mit dem einen oder anderen Chor - einstudieren und zur gelungenen Aufführung bringen, da dadurch einem jeweils erforderlichen Klangvolumen Rechnung getragen werden konnte
Hier soll als weiteres Beispiel die Aufführung
des Oratoriums 'Der Messias' von G. F. Händel, gemeinsam mit dem Frauenchor
und dem Männergesangverein aus Lobberich im Jahre 1971 erwähnt
werden.
Nach wie vor stand für den Chor die Mitgestaltung der Liturgie
an erster Stelle. Aber man fand, wie bisher, auch noch Zeit für größere
oder kleinere gesellige Zusammenkünfte. Man begann neue Wege in der
Chormusik zu suchen und brachte schließlich unter diesem Motto 'Chormusik
auf neuen Wegen' im Jahre 1970 ein Konzert im Saale Gietz mit Vorträgen
aus Operetten, Musicals, Spirituals etc..
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Nicht
nur in der eigenen Pfarrkirche, sondern auch in anderen Kirchen und Konzertsälen
von Krefeld und an anderen Orten, z. B. bei Ausflugsfahrten, gestaltete
der Chor die heiligen Messen oder gab Konzerte. Im Oktober 1972
feierte Werner Marx sein 25jähriges Dirigenten-Jubiläum mit der
Aufführung der 'Krönungsmesse' von W. A. Mozart. Aus diesem Anlass
wurde im Juni des gleichen Jahres das Oratorium 'Die heilige Elisabeth'
von Joseph Haas in der Pfarrkirche St. Stephan, Krefeld, aufgeführt
unter Mitwirkung aller Marx-Chöre. Selbstverständlich dirigierte
der Jubilar.
Nach dem Tode von Pfarrer Eugen Kranz im Oktober
1973 wurde im März des Jahres 1974 ein neuer Pfarrherr, Pastor
Josef Wolf, in St. Clemens eingeführt, der - genau wie sein Vorgänger
- ein Förderer der Kirchenmusik war und ein Herz für den Chor
hatte. Im Frühjahr des gleichen Jahres lud der Chor zu seinem ersten
Frühlingsfest im Saal Gietz ein, was sich noch bis einschl. 1981 jährlich
wiederholen sollte. Diese Frühlingsfeste galten als ein gesellschaftliches
Ereignis in Fischeln und wurden stets mit Darbietungen des Chores und guten
Orchestern oder Tanzkapellen gefeiert.
Pfarrer Kranz hatte viele Jahre intensiv für eine sehr notwendige
neue Orgel gespart und noch vor seinem Tode in Auftrag gegeben.
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Im
Oktober 1975 war die neue Orgel fertiggestellt und mit einer festlichen
Orgelwoche eingeweiht, nicht nur mit namhaften Organisten, sondern selbstverständlich
auch mit einem Konzert des Chores. Johannes Brahms: 'Ein deutsches Requiem'
wurde dafür ausgewählt, gleichzeitig im Gedenken an den verstorbenen
Pfarrer Eugen Kranz. Den Orchesterpart hatten die Niederrheinischen Symphoniker
übernommen. Im gleichen Jahr war aber auch mit der 'Heilig-Messe'
von Joseph Haydn dem 25jährigen Priesterjubiläum von Herrn Pastor
Wolff Rechnung getragen worden.
Wie schon an anderer Stelle zu lesen, gab es auch im Chor immer wieder
begabte und ideenreiche Sängerinnen und Sänger, denen es Freude
machte, Unterhaltungsprogramme zu planen und in Szene zu setzen. So wurde
im Januar des Jahres 1970 zum erstenmal ein Karnevalsabend in größerem
Rahmen im großen Saal der Gaststätte Gietz gestartet, der ein
Bombenerfolg wurde, und der sich ebenso erfolgreich bis Anfang der 90ger
Jahre wiederholte. Für den Verkauf der Einrittskarten, immer mit lustigen
Zeichnungen und oder Sprüchen bedruckt, und - wie alles andere - in
Eigeninitiative gefertigt, mußte man keine Reklame in die Zeitung
setzten. Sie waren viele Wochen vorher schon ausverkauft.
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Bei
der Jahreshauptversammlung im Jahre 1977 wollte Herr Odendahl nach
20jähriger intensiver Arbeit für den Chor aus Alters- und Gesundheitsgründen
nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren. Er wurde zum
Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit dem Nachfolger, Herrn Karl-Heinz Schürmanns,
hatte der Chor eine gute Wahl getroffen. Er nahm mit viel Schwung seine
Vorstandsarbeit auf und brachte viele neue Impulse.
Bislang wurde in jedem Jahr ein ein- oder mehrtägiger Ausflug
unternommen, 1977 gar zum Bodensee, wo der Chor im Münster zu Konstanz
die große mehrstimmige Messe 'In honorem St. Nicolai' von Josef Haydn
sang.
Im Jahre 1981 sollte zum erstenmal eine 5tägige
Reise ins Ausland, und zwar nach Rom stattfinden, mit dem Flugzeug hin,
mit dem Zug zurück. Wie kam es dazu? Angeregt durch die Rom-Reisen
der Pfarre unter der Obhut von Pfarrer Wolf hatte Werner Marx solch eine
Reise auch dem Vorstand des Chores vorgeschlagen. Kurze Zeit darauf erhielt
der Chor zu seinem Kinderfest hohen Besuch aus Rom. Monsignore Dr. Johannes
de Tòdt, ein aus politischen Gründen des Landes verwiesener
ehemaliger Bischof in Ungarn, hatte aus verschiedenen Gründen einen
Deutschlandbesuch gemacht und lud bei der o. a. Gelegenheit den Chor nach
Rom ein. Die Einladung wurde gerne angenommen und die Reise ein Jahr später
durchgeführt. Neben vielen Besichtigungen und geselligen Erlebnissen
waren die Grußworte von Papst Johannes Paul II an den Chor St. Clemens
auf dem Petersplatz sowie Gestaltung eines Gottesdienstes im Lateran mit
einer 'Griesbacher-Messe', an einer reparaturbedürftigen Orgel begleitet
von Helmut Ruegenberg, Organist und Chorleiter an St. Johann B. in Krefeld
und langjähriger Freund von Werner Marx, zweifellos der Höhepunkt.
Im Jahre 1981 fand an St. Clemens ein großartiges Chor- und Orgelkonzert
statt, zu dem ein junger englischer Organist, Andrew Wilson-Dickson aus
Krefelds Partnerstadt Leicester, eingeladen war. Der Chor sang in diesem
Konzert als Schlusspunkt den Eingangschor aus 'Ein Deutsches Requiem" von
Johannes Brahms. Die Presse zeigte sich von diesem Konzert sehr angetan.
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Und
dieses Konzert hatte zur Folge, dass im März 1982 der Chor
eingeladen war zur Mitgestaltung eines Konzertes der University of Leicester,
als die Musik-Akademie ihr 100stes Jubilaum feierte und aus diesem Anlass
das 'Te Deum' von Hektor Berlioz aufführen wollte. Die Einstudierung
war eine enorme zusätzliche Arbeit, die aber viel Freude gemacht hat.
Irmgard Marx, die Gattin des Chorleiters, arbeitete bei getrennten Proben
mit den Damen, so dass man letztendlich, nachdem auch noch der Leiter der
Musik-Akademie der Einstudierung den letzten Schliff gegeben hatte, das
Konzert angehen konnte. Der BBC übertrug das Konzert im Radio und
ließ dem Chor Band-Aufnahmen zukommen. Die Sängerinnen und Sänger
waren für zwei Tage Gast in englischen Familien. Verständigungsschwierigkeiten
- allenfalls mit Händen und Füßen - soll es nicht gegeben
haben.
Mit zweijähriger Verspätung - aus mehreren Gründen -
wurde am 28. Mai 1983 das 140jährige Bestehen des Chores begangen.
Der Festtag begann mit einem feierlichen Hochamt; gesungen wurde die 'Heiligmesse'
von Joseph Haydn. Celebrant war Herr Kaplan Küpper, stellvertretend
für den erkrankten Präses Pastor Wolff . Am Abend fand man sich
im Saal Gietz zu einem festlichen Abend mit Gästen und Förderern
des Chores ein. Vertreter der Stadt, des Stadtteils und aller Vereine gratulierten;
Herr Kaplan Küppers verlas ein Schreiben des zu der Zeit im Krankenhaus
weilenden Pfarrer Wolff. Herr Stangenberg überbrachte die Glückwünsche
der Stadt Krefeld. Hier soll ein Satz aus seiner Ansprache festgehalten
werden: "Es ist so viel Herz bei allem, was der Chor tut." Die Festrede
hielt Herr Willi Schlösser. Aus Anlass dieses Jubiläums erhielt
der Chor die Palestrina-Medaille aus den Händen von Herrn Regionalkantor
Josef Schwalbach in Vertretung für den Diözesan-Referenten für
Kirchenmusik im Bistum Aachen, Herrn Kirchenmusikdirektor Josef Schneider.
Herr Schürmanns ließ später diese Medaille in Holz einfassen
und mit der dazugehörigen gerahmten Urkunde an der Orgel anbringen.
Die vorgesehenen Gesänge zur Totenehrung an dem auf den Festtag folgenden
Morgen fielen buchstäblich ins Wasser. Die Noten konnten nicht aus
den Taschen genommen werden; sie wären von dem starken Regen völlig
durchweicht worden. Das tat jedoch dem sich anschließenden Erbsensuppen-Essen
im Hause Driessen-Schaar keinen Abbruch. Selbstverständlich war auch
zu diesem Jubiläum ein Foto vom Chor vor dem Altar in der Pfarrkirche
gemacht worden.
Am 7. Juni 1983 verstarb Pastor Wolff. Bis zur Einführung eines
neuen Pfarrers wurden infolgedessen an den Wochenenden nur noch drei Messsen
angeboten. Der Chor sang ab jetzt nicht mehr ausschließlich im Hochamt
am Sonntagmorgen, sondern gestaltete auch hin und wieder die Vorabendmesse
am Samstag.
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Rom
muß dem Chor außerordentlich gut gefallen haben; denn im November
des Jahres 1983 flog man abermals in die 'ewige Stadt', nun hin
und zurück in einem eigens gecharterten Flugzeug, mit Orchester und
vielen Gästen. Diesesmal auf Einladung von Monsignore de Tòdt
der, gemeinsam mit dem Erzbischof von Salzburg, Dr. Karl Berg, und Pater
Hubertus Jacobs vom Orden der Jesuiten, sein goldenes Priesterjubiläum
im Lateran begehen wollte. Dieses Festhochamt in der Lateran-Basilika,
celebriert von den drei Goldjubilaren - gesungen wurde die Festmesse von
Kempter für Soli, Chor und Orchester - war für alle Teilnehmer
ein nicht zu überbietendes Erlebnis. Als besonderes Dankeschön
kam vom Erzbischof Dr. Karl Berg eine Einladung nach Salzburg.
Am 27. des gleichen Monates, morgens im Hochamt, verabschiedete sich
Herr Kaplan Küpper offiziell von der Pfarre St. Clemens, und am Nachmittag
mit einem Wortgottesdienst wurde der neue Pastor, Herr Peter Harperscheidt,
eingeführt. Anschließend im Saale Gietz begrüßten
dann alle Vereine mit Ansprachen den neuen Pfarrherrn und überreichten
kleine Geschenke; der Chor selbstverständlich mit einem Lied. Herr
Schürmanns übergab einen Stein aus der Heiligen Pforte des Lateran,
der ihm auf der vorerwähnten Romreise von Monsignore de Tódt
geschenkt worden war.
Im Dezember erhielt der Chor Besuch aus Rom. Bischof Don Johannes Becker,
der für einen Teil der Reisegesellschaft in Rom die Führung übernommen
hatte (die andere Hälfte führte M. de Tódt), feierte an
St. Clemens ein festliches Hochamt, bei dem der Chor selbstredend die musikalische
Gestaltung übernahm. Bei dieser Gelegenheit wurde der folgende Probeabend
zu einer Rom-Nachlese genutzt und - da es am Nikolausabend war - wurde
Don Becker als Vertreter dieses Heiligen mit dessen Aufgaben betraut und
musste Weckmänner verteilen. Es war schon seit vielen Jahren guter
Brauch, dass an einem Probe-Abend um St. Nikolaus herum, der Nikolaus in
voller Montur den Chor besuchte und allen irgendwie im vergangenen Jahr
auffällig gewordenen Chormitgliedern sowie dem Chorleiter die Leviten
las oder ein Lob aussprach. Manchmal soll es geholfen haben.
Selbstverständlich war der Chor vor Ort, wo er benötigt wurde;
bei fast allen Veranstaltungen der Pfarre mit Gesang, aber auch mit tatkräftiger
Unterstützung, z. B. bei der Gestaltung des Pfarrfestes: die Damen
des Chores an einem Stand mit Reibekuchen, die Herren am Ausschank von
Bier und anderen Getränken. Zentnerweise mussten Kartoffel geschält
werden, bei guten Wetter auf dem Clemenshof; zur Stärkung gab's manch
guten Wein, gestiftet von den Chordamen, die an der Schäl- und Backaktion
nicht teilnehmen konnten. Andere Chormitglieder brachten am Pfarrfestmorgen
große Schüsseln voll Teig mit für den Kinderchor zum Waffelbacken
und -verkauf.
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Im
Jahre 1984 war der Chor gleich zweimal auf Tournée. Aus Anlass
des 125jährigen Bestehens der Pfarre St. Stephan in Krefeld gestaltete
er ein festliches Hochamt mit der 'Nicolai-Messe' von Joseph Haydn für
Chor, Soli und Orchester. Auf Einladung des Synfonie Orchest Venlo sang
der Chor in der Hart-Kerk zu Venlo die 'Heilig-Messe' von Joseph Haydn
für
Chor, Soli und Orchester. Den Orchesterpart übernahm natürlich
der Gastgeber. Von der Rom-Reise in 1983 war nicht nur der schon erwähnte
Stein aus der heiligen Pforte, sondern auch eine Reliquie vom heiligen
Kreuz mit nach Fischeln gekommen. Diese Reliquie mußte jedoch zur
Pfarre St. Peter und Paul in Kranenburg gebracht werden, was wiederum für
den Chor ein Anlaß war, einen Ausflug dorthin zu unternehmen.
In
1985 konnte man der bereits erwähnten
Einladung des Erzbischofs von Salzburg folgen. Am Abend des Allerheiligentages
ging es mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen der Bundesbahn in Richtung Süden.
Chor, Orchester und viele Freunde des Chores verbrachten wunderschöne
Tage in Salzburg und Umgebung. Das Festhochamt in der Franziskanerkirche
(der Dom war wegen einer Aufführung des Dom-Chores von Fernsehteams
belegt), celebriert vom Erzbischof Dr. Berg und Herrn Pastor Harperscheidt,
gesungen wurde die 'Nikolai-Messe' von Joseph Haydn, war nicht nur für
die Mitgestalter ein absoluter Höhepunkt. Auch eine Fahrt durch das
Salzkammergut mit all seinen Sehenswürdigkeiten bei strahlend schönem
Wetter war so schnell nicht vergessen.
In diesem Jahr gab es zum erstenmal einen Weihnachtsmarkt in Fischeln.
Anlässlich der Eröffnung sang der Chor aus dem Volksoratorium
'Christnacht' von Joseph Haas und anschließend, zusammen mit den
Marktbesuchern, bekannte Weihnachtslieder.
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Das
Jahr 1986 war für alle Chormitglieder ein Jahr des Umbruchs.
Bei der in diesem Jahr anstehenden Neuwahl wurde erstmalig in der Geschichte
des Chores eine Frau mit dem Vorsitz betraut. Der bisherige Vorsitzende
Karl-Heinz Schürmanns konnte aus beruflichen Gründen nicht mehr
kandidieren. So wurde Frau Christa Matter, schon vier Jahre lang als Schriftführerin
im Vorstand tätig, zur Vositzenden gewählt. Aber das war nicht
die einzige Änderung. Die umwälzende Änderung kam im September,
als Herr Marx sich nach 39 Jahren als Organist und Chorleiter an St. Clemens
verabschiedete, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Da waren natürlich
groß angelegte Verabschiedungsfeierlichkeiten angesagt, beginnend
im Frühjahr mit der Aufführung des Volksoratoriums 'Die heilige
Elisabeth' von Joseph Haas, diesesmal im voll besetzten großen Saal
des Seidenweberhauses der Stadt Krefeld. Im Oktober dirigierte Herr Marx
zum letzten Mal die 'Heilig-Messe' von Joseph Haydn, begleitet vom 'Synfonie-Orchest
Venlo'. Im Anschluss daran fand die offizielle Verabschiedung im Pfarrsaal
statt. Viele Pfarrangehörige und Freunde aus dem engeren und weiteren
Umkreis waren gekommen, um ihr Dankeschön in unterschiedlichster Art
zum Ausdruck zu bringen. Mit dieser Veranstaltung der Pfarre ging eine
Aera in der Musikgeschichte an St. Clemens zu Ende.
Während dieses Jahres 1986 hatte man Ausschau nach einem Nachfolger
für Werner Marx gehalten, was nicht so einfach war, da die Auswahl
an in Frage kommenden jungen Kirchenmusikern nicht so groß und die
von allen erstrebte 100 %-Stelle hier nicht gegeben war. Gott sei Dank
hatte sich letztendlich ein junger Mann, zu dieser Zeit noch Student der
Schule für Kirchenmusik des Bistums Aachen, beworben und schon gleich,
wenn auch noch eingeschränkt durch sein Studium, die Arbeit an St.
Clemens aufgenommen. Während dieser Übergangszeit - Oktober 1986
bis Januar 1987 - halfen Herr Marx sowohl als auch Herr Otto Pingel aus,
dem Chor durch seine Begleitung an der Orgel, aber auch als Dirigent wohlbekannt.
Jan Szopinski, nun hauptamtlich Organist und Chorleiter an St. Clemens,
war für den Chor ein Glücksfall, wenn er auch zunächst gegen
Widerstände seitens einiger Sängerinnen und Sänger zu kämpfen
hatte; schließlich waren diese lange Zeit ein völlig anderes
Dirigat und auch andere musikalische Anschauungen gewohnt. Der Chor schrumpfte
zunächst auf ca. 25 Mitglieder zusammen, wuchs aber bald auf das Doppelte
an. Neben dem gregorianischen Choral, den alten Meistern und der klassischen
Kirchenmusik wurde das neue geistliche Lied in den Vordergrund gebracht,
und das lockte auch einige jüngere Sangeswillige in den Chor. Chorleiter,
Vorstand und Präses fanden schnell einen Konsens, so dass gute Arbeit
geleistet werden konnte, was sich bei den Darbietungen während der
Gottesdienste und auch bei Konzerten deutlich abzeichnete. Bei Herrn Szopinski
fand die Vorsitzende auch ein offenes Ohr für die Einrichtung eines
jährlichen Intensivprobetages, der von den Sängerinnen und Sängern
begeistert angenommen wurde. Einmal im Jahr, an einem Samstag, meistens
im Herbst, setzt sich der Chor in Fahrgemeinschaften in eigenen Pkws zu
irgendeiner Pfarre in irgendeiner Gemeinde - ob Niederrhein, Ruhrgebiet
oder Eifel - in Bewegung, um einen Tag lang intensiv für eine bevorstehende
große Aufführung zu proben und - als Dankeschön für
die Bereitstellung des Proberaumes und des Instrumentes - die Vorabendmesse
musikalisch mitzugestalten. Selbstverständlich wird vom Vorstand alles
geplant und vorbereitet.
Da ja auch die Geselligkeit in einer Gemeinschaft nicht zu kurz kommen
darf, schlug Frau Matter außerdem ein jährlich im Herbst stattfindendes
Cäcilienfest für Chormitglieder, deren Partner und die passiven
Mitglieder vor. Einmal, um der Schutzpatronin der Kirchenmusik zu gedenken,
zum anderen, um einen festlichen Rahmen für Jubilarehrungen und Neuaufnahmen
zu haben, was in den zurückliegenden Jahren immer im Laufe eines gemeinsamen
Frühstückes im Hause Driessen-Schaar geschah. Jetzt war natürlich
etwas Programm aus eigenen Reihen und Musik zum Tanzen erforderlich. Auch
dieser Vorschlag wurde gerne angenommen und ausgeführt. Das vorgen.
Frühstück wurde den Sängerinnen und Sängern einmal
im Jahr als Dankeschön der Pfarre für die während des Jahres
geleistete Arbeit gegeben. Aber plötzlich hieß es: "Die Kasse
ist leer." Nun, der Chor sang und singt bis dato auch ohne ein besonderes
Dankeschön. Im übrigen versuchte man, mit gemeinsamen Lotto-Spielen
die Chorkasse etwas aufzubessern, um wenigstens einmal im Jahr ein Konzert
mit Orchester möglich zu machen.
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Im
März des Jahres 1990, an einem Wochenende, bekam der Chor Besuch
aus England. 65 Studenten der Musik-Akademie der Universität Leicester
wollten Krefeld kennenlernen und benötigten dafür Unterkünfte.
Da der Chor sich noch gerne an seinen dortigen Aufenthalt erinnerte, war
eine Reihe von Sängerinnen und Sängern bereit, Bed & Breakfast
und noch einiges mehr zur Verfügung zu stellen. Wegen der großen
Zahl der Gäste mussten auch Nichtmitglieder angesprochen werden, die
gerne einmal einen ausländischen Gast beherbergen wollten. Neben einem
Empfang im Rathaus und ausführlichen Stadtbesichtigungen in Krefeld
und Köln stand noch ein Konzert im Ricarda-Huch-Gymnasium auf dem
Programm. Den jungen Leuten hat es in Krefeld und Umgebung sehr gut gefallen,
zumal die Sonne schon sommerlich vom Himmel lachte und sie sich auch sonst
sehr gut aufgenommen fühlten. Der Abschied fiel manchem sehr schwer,
selbst nach dieser kurzen Zeit.
Das 150ste Jubiläum im Jahre 1991 wurde
ausgiebig und mit vielen Darbietungen, Orgelkonzerten mit namhaften Interpreten,
Mitgestaltung sonntäglicher Messen von anderen Chören aus dem
Dekanat und dem Chor der Markus-Gemeinde, Fischeln, ebenso dem vor einiger
Zeit entstandenen Instrumentalkreis, begangen. Das Festhochamt zu diesem
Ereignis wurde mit der 'Missa in B-Dur' von F. Schubert und dem 'Halleluja'
von G. F. Händel so ausgezeichnet mitgestaltet, dass selbst die Presse
an guter Kritik nicht sparte. Dem Festhochamt folgte der Festakt im Saal
des Clemenshauses. Bei der Gratulationscour übermittelte Diözesan-Kirchenmusikdirektor
Josef Schneider die Glückwünsche der Diözese, Dr. Adolf
Düppengießer alle guten Wünsche der Region und Dr. Hans-Josef
Vogt die der Stadt Krefeld. Die Vertretungen der Chöre des Dekanates
sowie der Vereine an St. Clemens schlossen sich an. Selbstverständlich
stand auch eine Jubiläumsreise an: Sieben Tage durch Nord-Polen, initiiert
vom Chorleiter, der dem Chor seine nähere und weitere Heimat vorstellen
wollte. Ein unvergessliches Erlebnis für Chor und Gäste.
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Mit
der 'Teresienmesse' von Joseph Haydn in einem festlichen Schlusskonzert
endete das Jubiläumsjahr im April 1992. Es war ein ereignis-
und erfolgreiches Jahr für den Chor.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gestaltete der Chor in der
5. Session jeden Jahres einen Karnevalsabend im Saal Gietz. In 1991 musste
dieser Abend wegen des Golfkrieges ausfallen. Diese Zäsur hat den
Karnevalsaktionen aber wohl Abbruch getan; denn im folgenden Jahr war der
Saal nur noch knapp besetzt. Auch das Programm aus den eigenen Reihen wurde
dürftig; und so kam die Anfrage der KAB, was man von einem gemeinsamen
Karnevalsfest halte, sehr gelegen. Dreimal noch sollte fröhlich zusammen
gefeiert werden, allerdings im Pfarrsaal; dann kam mangels Programm und
Ausführende nichts mehr zustande.
Wohl zustande kamen weiterhin gute Konzerte, wenn auch die Bestellung
eines Orchesters immer schwieriger wurde; denn die Gagen hierfür überstiegen
das Budget der Chorkasse.
Aber Herr Szopinski fand immer wieder einen Weg, gute Musiker für
bezahlbare Gagen zu engagieren. Oft holte er sich die Orchesterbesetzung
und manchesmal auch die Solisten aus Polen. Vivaldi, Händel, Bach,
Telemann waren die bevorzugten Komponisten, auch beim Adventkonzert in
1993, als der Ort Fischeln sein 1050stes Bestehen feierte.
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In
diesem Jahr 1993 war der Chor einmal wieder ins Ausland gereist,
diesesmal zu unseren französischen Nachbarn ins landschaftlich und
kulturell sowie durch seine wechselvolle deutsch-französische Geschichte
so interessante Elsass. Und so fanden es auch alle Reiseteilnehmer, ob
in Colmar, Riquewihr oder Strassbourg, St. Odile oder Ribeauvillè.
Auf der Hinreise hatte man - weil er am Weg lag - kurz dem Dom zu Speyer
seine Reverenz erwiesen und - soweit möglich - Speyer besichtigt.Im
April des Jahres 1994 stellt Herr Szopinski in einer musikalischen
Andacht alle musikalischen Vereinigungen an St. Clemens vor. Neben dem
Chor hatte er in 1986 die Arbeit mit dem seit vielen Jahren bestehenden
Kinderchor aufgenommen und zwischenzeitlich einen Kammerchor sowie einen
Instrumentalkreis gegründet. Gemeinsam und im Wechsel wurde nun eine
Andacht gestaltet, die allen Mitwirkenden und allen Besuchern sehr viel
Freude bereitet hat. Solche gemeinsamen Darbietungen, besonders mit dem
Kinderchor zur Feier der Erstkommunionen, oder mit dem Instrumentalkreis
bei Hochämtern fanden des öfteren statt und fanden guten Anklang.
In
1995 galt es, zwei Jubiläen zu gedenken:
1. wurde die Orgel an St. Clemens 20 Jahre alt, und 2. waren 50 Jahre nach
dem Ende des zweiten Weltkrieges in Frieden vergangen. Mit entsprechenden
Motetten, gesungen vom Chor und begleitet an der Orgel von Tomasz Adam
Novak, einem hervorragenden Organisten aus Polen - mittlerweile bekannt
aus Rundfunk-Übertragungen - wurde dieses Ereignis begangen. Auch
die Jahresreise in Land der Franken - Ansbach, Rothenburg o. T. und Würzburg
- war nicht nur ein schönes Erlebnis, man konnte auch viel lernen,
denn in jedem vorgen. Ort erfuhr man allerlei - nicht nur über die
Geschichte dieser so wunderschönen Gegend.
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Nach
14 Jahren intensiver Vorstandsarbeit - 1o Jahre davon als Vorsitzende -
kandidierte Christa Matter 1996 aus familiären Gründen
nicht mehr. Es stellte sich als schwierig heraus, einen Nachfolger bzw.
eine Nachfolgerin zu finden. Nach mehreren Wahlgängen, und nachdem
alle anderen Ämter besetzt waren, erklärte sich - der Not gehorchend
- Frau Susi Hell bereit, den Vorsitz zu übernehmen unter der Bedingung,
dass ihr ein sog. 2. Vorsitzender zur Seite gestellt wird. Der Ehemann,
Hans Hell, übernahm dieses Amt; und beide sorgten nun ein Jahr lang
für einen reibungslosen Ablauf. Der Präses, Pastor Harperscheidt,
feierte in diesem Jahr sein 40jähriges Priesterjubiläum; dazu
erklang die 'Missa in G-Dur' von W. A. Mozart. Doch noch vor Ablauf dieses
Jahres traf eine Nachricht den Chor wie ein Blitz: Jan Szopinski teilte
dem Chor mit, daß er zu Anfang des Jahres 1997 gekündigt habe
und einem Ruf nach Kalkar folgen wolle. Scheinbar unüberbrückbare
Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Herrn Pastor Harperscheidt waren
der Grund.
Mit einer von Jan Szopinski komponierten 'Friedensmesse',
aufgeführt 1997 von Chor und Jugendschola von St. Clemens und
Solisten und Orchester aus Posen/Polen und einem anschließenden Empfang
im Clemenssaal verabschiedete sich Jan Szopinski von der Pfarre. Nun standen
Jugendschola, Kammerchor, Kinder- und Chor ohne musikalische Leitung da.
Da das Ehepaar Hell nur für ein Jahr den Vorsitz übernommen
hatte, wurde 1997 eine Neuwahl nötig. Herr Willibald Motzko übernahm
das Amt des 1., Frau Lauffs das des 2. Vositzenden. Die Geschäftsführung
war gesichert; aber bzgl. der musikalischen Führung folgte eine Zeit
der Ungewissheit. Drei Bewerber um das Kantorenamt hatten sich vorgestellt.
Mit Frank Heidemann glaubte der Chor, die richtige Wahl getroffen zu haben.
Aber schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass zwischen Chorleiter
und Chor kein gutes Miteinander aufkommen wollte, was den Chor aber nicht
hinderte, wieder seinen Jahresausflug zu machen, an dem Herr Heidemann
teilnahm. Diesesmal fuhr man in die Südeifel mit dem Besichtigungsziel
Trier, wo in der Vorabendmesse in der Liebfrauenkirche (gleich neben dem
Dom) einige Motetten gesungen wurden. Und - wie auf jeder anderen bisherigen
Chrorreise - war auch im Übernachtungsort Mettendorf für einen
geselligen Abend mit Gesängen und Vorträgen bestens gesorgt worden.
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1998
war der Chor wieder ohne Dirigent. Wäre nicht Hilfe von Organisten
aus anderen Pfarren Krefelds gekommen, es hätte böse enden können.
So halfen an St. Clemens in der Reihenfolge ihres Einsatzes Herr Ulrich
Stuers von St. Stephan, Herr Wolfram Krüger von der Markus-Gemeinde,
Herr Hans Lohberg, langjähriger Leiter des Chores der Städtischen
Bühnen Krefeld und Mönchengladbach, und Herr Streim von St. Johann
B. Und wenn kein Berufschorleiter zur Verfügung stand - schließlich
hatten ja alle vorgenannten Dirigenten Verpflichtungen gegenüber eigenem
Chor und eigener Pfarre - versuchte Herr Heinz Kempen, langjähriges
Chormitglied und für Tenor-Solopartien zuständig, erfolgreich
den Taktstock zu schwingen, zumindest bei einfachen Chorgesängen,
auch bezogen auf Ständchen, und das nicht nur zu dieser beschriebenen
schwierigen Zeit. Auf diese Art war es dem Chor möglich, eine führerlose
Zeit zu überstehen. Im Herbst des gleichen Jahres verabschiedete sich
Herr Pastor Harperscheidt, um in den Ruhestand zu gehen, so dass jetzt
St. Clemens auch noch ohne Pfarrer war. Gott sei Dank blieb der Pfarre
noch Kaplan Benedikt Schnitzler erhalten, der sich zusammen mit Regionaldekan
Josef Radler als Pfarr-Administrator, bemühte, die Gottesdienstordnung
an St. Clemens aufrecht zu erhalten.
Nach eifrigen Bemühungen des Vorsitzenden und des Kirchenvorstandes
konnte im Dezember 1998 ein neuer Chorleiter begrüßt werden.
Herr Thomas Pieper, trotz seiner jungen Jahre ein umfassend ausgebildeter
Kantor, leitete nun überzeugend den Chor und machte schnell von sich
reden. Er erkannte schnell den Nerv des Chores und wusste sich den Gegebenheiten
anzupassen.
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So
konnte Ostern 1999 die 'Spatzenmesse' von W. A. Mozart gesungen
werden. Etwas Besonderes in diesem Jahre war auch der Besuch in der Justiz-Vollzugsantalt
in Anrath, wo mit einigen musikalischen Beiträgen eine Messe gestaltet
und anschließend Gelegenheit zu Gesprächen mit den Inhaftierten
gegeben wurde. Über diese Aktion freute sich ganz besonders der Gefängnis-Geistliche,
Pfarrer Konrad Mohr, der mehrere Jahre in St. Clemens als Kaplan tätig
war.
Der musikalische Höhepunkt dieses Jahres war zweifellos der Adventkonzert.
Es muss wohl am Programm gelegen haben, dass der Kirchenraum bis auf den
letzten Platz gefüllt war. Die 'Messe pour le Minuit de Noel' von
Marc-Antoine Charpentier und das 'Oratorio de Noel' von Camille Saint-Saens,
beides für Chor, Soli und Orchester, waren für Ausführende
und Konzertbesucher gleichermaßen ein tolles Erlebnis. Um die Gagen
für Soli und Orchester bezahlen zu können, machte sich der Vorsitzende
Willibald Motzko auf den Weg zu einigen Geschäftsleuten, die ihm immer
wieder Herz und Hand öffneten.
Am Anfang des Jahres 2000 schlug das Schicksal
wieder einmal zu. Thomas Pieper folgte einem Ruf nach Kassel, wo ihn größere
Aufgaben erwarteten. Er ließ den Chor nicht gern alleine; aber an
St. Clemens wurde ihm die Zukunft nicht gerade rosig gemalt. Die zu dieser
Zeit noch mit 100 % eingestufte Organisten- und Chorleiter-Stelle sollte
bald geringer dotiert werden; kein Anreiz für einen jungen Mann, der
ja auch mal eine Familie gründen möchte. Es wurde von Herrn Pieper
noch eine neue Messe, die 'Missa brevis in F' von Joseph Haydn einstudiert,
die dann auch zu seinem Abschied im März gesungen wurde.
Die Zukunftsaussichten waren wieder einmal sehr trübe. Aber wieder
hatte der Chor Glück im Unglück. Herr Motzko und Frau Lauffs,
die beiden Vorsitzenden, deren Vorstandsdasein wahrlich nicht auf Rosen
gebettet war, bemühten sich sofort wieder um Nachfolge oder Vertretung
und hatten Erfolg. Herr Hans Lohberg, der sich schon einmal der verwaisten
Schar angenommen hatte, wollte wieder mit dem Chor arbeiten.
Da Herr Lohberg natürlich als pensionierter Theaterchorleiter
eher in der Opern-, Operetten- und Konzertliteratur beheimatet ist, während
der Chor - wie schon der Name anzeigt - sich der Kirchenmusik verschrieben
hat, versprach die gemeinsame Arbeit sehr interessant zu werden. Und sie
machte dazu noch Freude; denn Herr Lohberg verstand es, den lernbegierigen
Sängerinnen und Sängern die musica sacra, künstlerisch zwar
ein wenig anders als sonst, aber werkgetreu beizubringen - und mit viel
Humor. Dazu mit ungeheurem persönlichen Einsatz und einer geradezu
mitreissenden Schaffensfreude, die das respektable Alter von 81 Jahren
in keiner Weise auch nur ahnen ließen. So konnte der Chor auch im
Jahre 2000 wieder ein Konzert bringen, diesesmal mit dem Programm 'Magnificat'
von A. Vivaldi, der 'Krönungsmesse' von W. A. Mozart und einem von
Hans Lohberg komponierten 'Ave Maria' für Mezzo-Sopran und Orchester.
Dabei muss noch erwähnt werden, dass Herr Lohberg sich keineswegs
zu schade ist, für die Durchführung solch eines Konzertes bei
dem oder jenem um die nötigen Banknoten zu bitten.
Aber auch die Mitgestaltung der Gottesdienste im allgemeinen oder im
besonderen, wie z. B. des Amtes zum Sebastianustag - seit Jahr und Tag
eine Selbstverständlichkeit - kam auch jetzt nicht zu kurz. Die Einladung
zu einer weihnachtlichen Feierstunde im Altenheim Saassenhof, dem der Chor
sich seit einigen Jahren vepflichtet fühlt, oder zur Adventfeier des
Bürgervereins Fischeln im Saal Gietz wurde gerne angenommen und mit
entsprechen Gesängen bereichert. - Für weiteren guten Zusammenhalt
sorgte wieder eine Reise; die Sängerinnen und Sänger, deren Angehörige
und auch einige Gäste wollten gerne einmal Dresden kennenlernen. Die
siebentägige Reise mit sehr vielen Höhepunkten brachte, zumal
gut geführt, viele interessante Erlebnisse und Erfahrungen, die sicherlich
nicht so schnell vergessen werden.
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Für das Osterfest 2001 wurde eine noch im Entstehen begriffene mehrstimmige Messe für Chor und Orchester von Hans Lohberg einstudiert. Dazu stand der 'Osterchor' aus der Oper 'Cavalleria rusticana' von Pietro Mascagni auf dem Plan. Zwei Musikwerke, im krassen Gegensatz zueinnander, waren für den Chor keine leichte Kost, wurden aber durchgestanden.
Um die Zeit zwischen den Proben während der Sommerferien nicht allzu lang werden zu lassen gestaltete der Vergnügungsausschuss eine Radtour,die von einem großen Teil des Chores gerne angenommen wurde.
Ein absolutes Ereignis dieses Jahres 2001 war ein Konzert, betitelt ‚Gott und die Welt', Musik aus Oratorium, Oper und Konzert, unter der Leitung von Hans Lohberg in der Markuskirche. Janet Bartolova, Sopran, und Anneliese Bolten-Nacken (Alt), Mitglieder der Städtischen Bühnen Krefeld, sowie das Orchester Collegium musicum, Dirigent Bernd E. Brinkmann, und Wolfgang Mertens am Cembalo oder an der Orgel. Neben allen nötigen Proben für solch ein Konzert lief die normale Kirchenchorarbeit - wenn auch zeitweise etwas reduziert - weiter. Am 5. Februar 2002 verabschiedete sich Herr Lohberg als Chorleiter von Chor und Pfarre. Nach einem Hochamt, in dem der Chor seine in 2001 komponierte Messe zu Gehör brachte, dankten ihm mit einer anschließenden kleinen Feier im Pfarrsaal Vertreter des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates und natürlich der Kirchenchor mit Worten und Geschenken für seine Arbeit, dankbar und mit leiser Wehmut. Zwei Jahre lang hatten Sängerinnen und Sänger Gelegenheit, den musikalischen Horizont in Richtung Opern- und Operettenmusik zu erweitern. Herr Lohberg hatte sich engagiert der Kirchenmusik zugeandt; letztendlich eine Bereicherung für alle Beteiligten.
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Das Jahr 2002 bescherte uns wieder einen hauptamtlichen Kirchenmusiker an St. Clemens. Im Februar dieses Jahres übernahm Klaus Peter Jamin die Stabführung sämtlicher musikalischer Gruppen der Pfarre. Seine Tätigkeit streckt sich darüber hinaus auf die Leitung eines Frauenchores in Neersen sowie einen Männerchor in Anrath. Beide Chöre wurden zu Meisterchören des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen ernannt. Seine umfassende Ausbildung zur Chorleitung befähigt ihn zum Dozenten im Team des Sängerbundes NRW, dem er seit 1998 angehört. Außerdem wurde er als Juror bei Leistungssingen des Sängerbundes berufen. Von diesen Fähigkeiten profitiert der Kirchenchor in vielfältiger Weise. Schon von Jan Szopinski immer wieder nachdrücklich geforderte deutliche Aussprache des gesungenen Wortes sowie mit Überzeugungskraft vorgetragene Musikwerke werden von Herrn Jamin immer wieder angemahnt und meistens mit Erfolg durchgesetzt. Schon im ersten Jahr unter dem neuen Dirigat konnte der Chor sein Können beweisen, nicht nur mit alten oder neuen Messe-Kompositionen in der Kirche, sondern auch auf der Bühne im Saal Gietz, wo wir auf Einladung des MGV ‚Cäcilia' anlässlich seines Jubiläums mit mehreren gut gesungenen Liedern den Nerv des Publikums trafen. In diesem Jahr geschah es auch, dass der dem Kirchenchor vom MGV ‚Cäcilia' zur Verfügung gestellte, wohl über 100 Jahre alte Flügel im Proberaum einfach nicht mehr zu stimmen, d. h., nicht mehr zu gebrauchen war. Es musste ein neues Instrument her; aber es war kein Geld da. Um ein neues Istrument zu finanzieren - Herr Jamin hatte sich für ein Digitalpiano entschieden, weil es, im Unterschied zu einem herkömmlichen Klavier oder Flügel, unempfindlich gegen Temperaturschwankungen und gegen nicht ganz so sensible Behandlungsweise der diversen Benutzer ist - waren die Vorstände des Kirchenvorstandes und der Benutzergruppen übereingekommen, an einem Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche ein Konzert zu geben, zwar ohne Eintrittgelder, aber mit einer Kollekte nach den Darbietungen. Der Kinderchor, der Kirchenchor - beide unter der Leitung von Klaus Peter Jamin, der Frauenchor ´Hobby-Singers 1978 Fischeln` e.V. - Leitung Hermann Josef Roosen, der Frauenchor ‚Singkreis Fischeln 1998' - Dirigentin Verna Kempkes, und der ´MGV Cäcilia 1877 Fischeln`- Leitung Willi Peter Odentahl, gestalteten mit ihren Vorträgen - mal begleitet von dem neuen Instrument, das damit auch allen Gästen vorgestellt wurde, mal a capella - ein Konzert, das, wie man am Beifall feststellen konnte, allen gut gefallen hat. Der Ertrag konnte sich sehen lassen, und mit einem namhaften Betrag aus der Pfarrkasse konnte das neue Instrument bezahlt werden.
Leider kann nicht nur Erfreuliches im Jahre 2002 berichtet werden. Wie schon berichtet, war Pfarrer Harperscheidt 1998 in den Ruhestand gegangen. So war bis auf weiteres Herr Josef Radler als Pfarradministrator für St. Clemens, Fischeln, und Herz-Jesu, Königshof,eingesetzt worden. Wegen Überbelastung übertrug er sein Amt dann an Herrn Kaplan Norbert Peetz. Mit der Begründung, dass eine Zusammenarbeit mit dem zu der Zeit amtierenden Pfarrgemeinderat an St. Clemens wegen fortdauernder Meinungsverschiedenheiten nicht möglich sei, verabschiedete sich Herr Peetz am 13. und 14. Juli des Jahres 2002 in allen heiligen Messen von den Pfarrangehörigen. Dies führte zu einem Skandal; denn einige Gruppen der Pfarrgemeinde wollten das bevorstehende Pfarrfest nicht mitgestalten. Der Vorstand des Kirchenchores hatte sich in einer Sondersitzung für die Teilnahme am Fest entschieden. Der Chor bat jedoch um Abstimmung im großen Rahmen, wobei eine knappe Mehrheit gegen eine Teilnahme den Ausschlag gab. Ausgenommen von dieser Entscheidung war natürlich die Mitgestaltung der heiligen Messe. Das Reibekuchenbacken fiel in diesem Jahr aus.
Am 6. Oktober 2002 bekamen die Pfarren St. Clemens und Herz-Jesu nach vierjährigem Interregnum wieder einen eigenen Pastor und Pfarrherrn. An diesem Tage wurde Georg Weigel in einem Hochamt zum Erntedankfest auf dem Kringshof in Fischeln feierlich eingeführt. Alle Gruppierungen beider Pfarren hatten ein schönes Programm zusammengestellt, was leider bei Sturm und starkem Regen unter aufgespannten Regenschirmen ablaufen musste. Die Kirchenchöre von St. Clemens und Herz-Jesu sowie eine Bläsergruppe konnte sich glücklicherweise im Eingang einer Scheune aufhalten, so dass wenigstens Sänger, Noten und Instrumente trocken blieben.
Viel Neues und Schönes lernte der Kirchenchor im gleichen Jahr auf einer Reise ins Emsland kennen, z. B. bei einer Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg oder des Jagdschlosses Clemenswerth, aber auch während der Fahrten mit dem Bus durch das weite Land. An gemütlichen Stunden - war es an der Kaffeetafel im Haus für ‚geistige Getränke', Berentzen in Haselünne, oder an den Abenden im Hotel - fehlte es nicht. Den Abschluss machte dann die Mitgestaltung der hl. Messe am Sonntagmorgen in der Nicolai-Kirche zu Kalkar, wo der Chor anschließend mit seinem ehemaligen Chorleiter Jan Szopinski während des Mittagessens im Beguinenhof noch einmal zusammensaß. Natürlich fehlte auch in diesem Jahr der Intensivprobetag nicht; und das Cäcilienfest im Dezember führte aktive und passive Chormitglieder für ein paar fröhliche Stunden zusammen. Selbst St. Nikolaus hatte den Chor in diesem Jahr nicht vergessen.
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Als Besonderheit in 2003
muss die Aufführung der Passion ‚Via Crucis' von Franz Liszt für Bariton, gemischten Chor und Orgel genannt werden. Neben der Mitgestaltung der Schützenmesse mit der Orgelsolo-Messe von W. A. Mozart soll hier auch ein Konzert in Breyell mit dem Titel ‚Festliche Barockmusik' erwähnt werden. Der Projektchor der Gastgeberpfarre St. Lambertus, Breyell, das Kammerorchester St. Laurentius, Grefrath und der Kirchenchor St. Clemens sangen unter der Leitung von Heinz-Peter Küppers die Kantate ‚Alles, was ihr tut' von Dietrich Buxtehude. Eingerahmt wurde diese Kantate von zwei Konzertstücken in C-Dur für zwei, bzw. drei Cembali, Streicher und Basso continuo von J. S. Bach. Die gleiche Aufführung fand einige Wochen später, diesesmal unter Leitung von Klaus-Peter Jamin, in der Pfarrkirche St. Clemens statt.
Der Vollständigkeit und guten Übersicht wegen möchte die Chronistin betonen, dass der Kirchenchor an allen kirchlichen Hochfesten oder ‚normalen' Gottesdiensten die hl. Messen und Hochämter musikalisch mitgestaltet und auch auf Wunsch - sei es beim Gottesdienst am Jahrestag der St.-Sebastianus-Bruderschaft (regelmäßig) oder beim Seniorenkaffee der Pfarrcaritas, bei der Schützenfestmesse o.a. immer gerne im Einsatz ist. Wobei noch anzumerken ist, dass am Schützenfest eine Anzahl Männer des Chores als Abordnung mit Fahne am Umzug der Schützen teilnimmt. Auch am Festtag der St. Sebastianer geht der Chor nach dem Gottesdienst nicht einfach still nach Hause; einige Herren des Chores finden auf ein oder zwei Bierchen in einer Gaststätte - seit einigen Jahren bei Antonio, dem Wirt des ‚Il Mulino' - zusammen; einige Damen machen es sich ein gutes Stündchen bei einem Gläschen Sekt im Hause Matter gemütlich. Dienst an der musica sacra und geselliges Beisammensein - beides ist wichtig und hält einen Kirchenchor zusammen, wozu auch Adventkaffee-Nachmittage, Radtouren und gelegentlicher Umtrunk aus wichtigen Gründen zählen. Vergessen werden darf auch nicht die Mitwirkung einiger Damen des Chores beim alle zwei Jahre stattfindenden Pfarrfest, wo durch Reibekuchen backen und -verkauf eine beträchtliche Summe ins Pfarrsäckel fließt, sowie der Einsatz einiger Herren des Chores beim Ausschank im Bierzelt.
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Nach intensiven Proben wird im März des Jahres 2004 die ‚Markus-Passion' von Reinhard Keiser in St. Clemens aufgeführt. Herr Jamin hatte auch hier wieder ein gutes Händchen bei der Auswahl des Orchesters und der Solisten, und so wurde diese wirklich gute Aufführung von der Zuhörerschar mit viel Applaus belohnt.
Im Mai dieses Jahres nahm der Kirchenchor Abschied von Otto Pingel, einem langjährigen Freund, der immer aushalf, wenn es nötig war, vornehmlich als Begleiter an der Orgel. Otto Pingel hatte von 1938 bis zum Beginn des 2. Weltkrieges und von 1945 bis 1946 die Stabführung des Chores.
Die Reisen des Chores haben sich im Laufe der Zeit auf ‚alle zwei Jahre' eingependelt. In diesem Jahr ging es ins Frankenland. Geografisch und historisch lernten alle Mitreisenden von Bad Staffelstein aus u.a. die Wagnerstadt Bayreuth, die Domstadt Bamberg, das Benediktinerkloster Banz und letztlich auch noch die tausendjährige Stadt Coburg kennen. Selbstverständlich kamen auch Gesang und Geselligkeit nicht zu kurz.
Zum 100jährigen Bestehen der KFD Fischeln zelebrierte Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff das Pontifikalamt. Hier trug der Chor mit mehreren mehrstimmigen Einlagen zur musikalischen Gestaltung bei. Am gleichen Sonntag sangen und spielten die Kirchenchöre von St. Cornelius, St. Tönis, St. Lambertus, Breyell, St. Adelgundis, Arsbeck, Christ-König, Kempen, St. Clemens, Fischeln, und das Pfarrorchester St. Laurentius, Grefrath, ein Konzert in St. Tönis. Auf dem Programm standen Johann Pachelbel, Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Alles wurde mit Bravour gemeistert
Wenn ein Konzert von Orchester und Solisten mitgetragen werden soll, braucht es Geld. Viel Geld! Also muss der Vorstand des Chores sich immer wieder etwas einfallen lassen, um dieses zu beschaffen. Also wurden alle Chormitglieder gebeten, einen Streifzug durch ihre Dachböden und Keller zu machen, damit ein Trödelmarkt zustande kommen konnte. Es wurde viel Brauchbares zur Verfügung gestellt und brachte letztendlich einen Gewinn von 400,-- € für die Chorkasse. Ein wenn auch kleiner Grundstock für das nächste Konzert.
Es war schon lange ein Anliegen des Kirchenchores: Die Beschaffung einer neuen Fahne. Die vorhandene Fahne, erworben im Jahre 1861 für 110 Taler, geweiht von dem damaligen Pastor der Pfarre, Herrn B. Beckers, war brüchig und fransig geworden und konnte bei entsprechenden Gelegenheiten nicht mehr präsentiert werden. Willibald Motzko, dem zu der Zeit amtierenden 1. Vorsitzende, ließ das keine Ruhe. Er bemühte sich bei Freunden und Förderern um die nötigen Gelder. Und so konnte er - Irmgard Lauffs und Christa Matter im Gefolge - beim Fahnenhaus Wefers in St. Tönis - eine neue Fahne erwerben. Am Cäcilientag 2004 wurde sie von Herrn Pastor Weigel geweiht. Der Chor konnte bei offiziellen Anlässen wieder Flagge zeigen. Um die alte Fahne, die kostbare Zeugin der langjährigen Vergangenheit des Kirchenchores,zu erhalten, wird sie in einer fest verschlossenen Vitrine im Proberaum aufbewahrt.
Mittlerweise musste für den Pfarrsaal ein neues Instrument angeschafft und die Finanzierung ermöglicht werden. Ein Konzert am 1. Adventsonntag, gestaltet von allen musikalischen Gruppen der Pfarre und begleitet von einem offenen Singen für alle Anwesenden, erbrachte die Startsumme.
Auch im Altenheim ‚Saassenhof' bringt der Chor weihnachtliche Gesänge in der Adventzeit zu Gehör, um den Bewohnern und dem Personal Freude zu machen. Und alle Jahre wieder gestaltete der Chor die Christmette sowie das Hochamt am zweiten Weihnachtsfeiertag musikalisch mit, in diesem Jahr mit der Missa St. Nicolai in G-Dur von Joseph Haydn.
Ein absolutes Novum im Kirchenchor war der Beschluss in 2004 von sieben Bassisten, die Welt per Fahrrad zu erkunden, zunächst beschränkt auf das Weserbergland. Das hatte ihnen so gut gefallen, dass sie in den folgenden Jahren sich diverse Gebiete erradelten, wie z. B. ein Stück der Mosel, den Spreewald, den Niederrhein oder einen Teil der Landschaft am Main. Und auch der gesamte Chor machte eine Radtour ins Blaue, was sich als Domizil des Chorleiters herausstellte. Zurück an heimischer Stätte wurde dann bei Kaffee und natürlich selbst gebackenem Kuchen noch lange geklönt.
Um Geld in ihre Chorkassen zu bekommen entschlossen sich der Kirchenchor und der Kammerchor Cantilena ad Libitum gemeinsam einen Kuchenverkauf an einem Sonntagmorgen im Clemenshaus zu veranstalten. Mitglieder beider Chöre hatten große Mengen Kuchen gebacken. Das Angebot wurde von vielen Pfarrangehörigen gerne angenommen, und der Erlös war entsprechend.
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Auch zum Schützenfest war der Chor bei der Serenade sowie der Festmesse gut vertreten. Aber die Hauptsache in diesem Jahr 2005 war die Einstudierung und Aufführung des ‚Requiem' von W.A. Mozart und der Kantate ‚Weinen, Klagen, Sorgen, Zargen' von J.S. Bach. Dafür waren intensive Proben, zusätzlich an vielen Samstagen des Jahres erforderlich. Unterstützt von Gastsängerinnen und -sängern gelang die Aufführung in der Pfarrkirche am Allerheiligentag sehr gut, was mit starkem, lang anhaltendem Applaus der zahlreichen Zuhörer bestätigt wurde.
Wenn der Domchor zu Aachen seinen Sommerurlaub nimmt, dürfen schon einmal ortsfremde Chöre aus dem Bistum beim sonntäglichen Hochamt die Vertretung übernehmen. Herr Jamin nahm diese Gelegenheit wahr und brachte die a-capella-Messe ‚Dixit Maria' von Hans-Leo Hassler im Hohen Dom zu Aachen zu Gehör, was für den Chor eine gute Erfahrung war.
Die alljährlich stattfindenden Diözesan-Musiktage an immer wechselnden Orten werden und wurden immer gerne genutzt, um in der Chorarbeit auf dem neuesten Stand zu sein. Auch die Kirchenmusik muss sich den Strömungen der Zeit anpassen. Mit den sich ändernden Gottesdienstordnungen ändert sich auch der Anspruch an die musikalische Mitgestaltung. Nicht zuletzt macht man sich auch immer wieder Gedanken um den Mitgliederzuwachs und bemüht sich intensiv um die Entstehung von Kinderchören mit dem entsprechenden Programm, in das auch die Eltern einbezogen werden, um auf diesem Wege Interesse an der Musik, insbesondere der Kirchenmusik, zu wecken und zu fördern.
Nicht sehr glücklich ist der Kirchenchor mit den immer weniger werdenden Einsätzen an sog. normalen Sonntagen. Das mag daran liegen, dass seit einigen Jahren sich Kammerchor, Jugendschola und Kinderchor die Gestaltung diverser Gottesdienste teilen; leider manchmal auch daran, dass sich zum festgesetzten Zeitpunkt nicht genügend Sängerinnen oder Sänger zur Mitgestaltung der hl. Messen einfinden, was zwangsläufig den Chorleiter verärgert. Diese Situation ist aber eigentlich nur dann zu verzeichnen, wenn besonders viele Proben beispielsweise für ein Konzert, hier besonders mit samstäglichen Intensivproben - auch mit Gastsängerinnen und -sängern - angesagt sind. Ein weiterer Grund: Ferienzeit ist nicht mehr nur - wie in früheren Jahren - im Sommer oder Herbst, sondern während des gesamten Jahres. Nichtsdestoweniger ist aber der Geist des gemeinsamen Singens und Musizierens, der Gemeinschaft bei Festen und Reisen vorherrschend. Das weiß auch der Präses Pfarrer Georg Weigel zu schätzen, denn er lud an einem schönen Sommerabend den Chor zu einer Grillparty in seinen Pfarrgarten ein, wobei er höchst persönlich das Grillen an gleich zwei Grillgeräten besorgte. Natürlich war die Stimmung ausgezeichnet und der Abend sehr lang. Und dafür wurde auch gerne ein Probeabend geopfert, auch von unserem Chorleiter.
Im Jahre 2005 fanden sich auf Initiative von Siegfried Rolauffs die Bass-Sänger zu einer mehrtägigen Radtour ins Weserbergland zusammen, was den unternehmungslustigen Herren wohl so viel Spaß gemacht hat, dass sie sich für jedes Jahr ein neues Ziel ausdenken. In den folgenden Jahren haben sie sich diverse Gebiete erradelten, wie z. B. ein Stück der Mosel, den Spreewald, den Niederrhein oder einen Teil der Landschaft am Main.
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2006
Wenn der Domchor zu Aachen seinen Sommerurlaub nimmt, dürfen schon einmal ortsfremde Chöre aus dem Bistum beim sonntäglichen Hochamt die Vertretung übernehmen. Herr Jamin nahm diese Gelegenheit 2006 wahr und brachte die a-capella-Messe ‚Dixit Maria' von Hans-Leo Hassler im Hohen Dom zu Aachen zu Gehör, was für den Chor eine gute Erfahrung war.
Die alljährlich stattfindenden Diözesan-Musiktage an immer wechselnden Orten werden und wurden immer gerne genutzt, um in der Chorarbeit auf dem neuesten Stand zu sein. Auch die Kirchenmusik muss sich den Strömungen der Zeit anpassen. Mit den sich ändernden Gottesdienstordnungen ändert sich auch der Anspruch an die musikalische Mitgestaltung. Nicht zuletzt macht man sich auch immer wieder Gedanken um den Mitgliederzuwachs und bemüht sich intensiv um die Entstehung von Kinderchören mit dem entsprechenden Programm, in das auch die Eltern einbezogen werden, um auf diesem Wege Interesse an der Musik, insbesondere der Kirchenmusik, zu wecken und zu fördern. Nicht sehr glücklich ist der Kirchenchor mit den immer weniger werdenden Einsätzen an sog. normalen Sonntagen. Das mag daran liegen, dass seit einigen Jahren sich Kammerchor, Jugendschola und Kinderchor die Gestaltung diverser Gottesdienste teilen; leider manchmal auch daran, dass sich zum festgesetzten Zeitpunkt nicht genügend Sängerinnen oder Sänger zur Mitgestaltung der hl. Messen einfinden, was zwangsläufig den Chorleiter verärgert. Diese Situation ist aber eigentlich nur dann zu verzeichnen, wenn besonders viele Proben beispielsweise für ein Konzert, hier besonders mit samstäglichen Intensivproben - auch mit Gastsängerinnen und -sängern - angesagt sind. Ein weiterer Grund: Ferienzeit ist nicht mehr nur - wie in früheren Jahren - im Sommer oder Herbst, sondern während des gesamten Jahres. Nichtsdestoweniger ist aber der Geist des gemeinsamen Singens und Musizierens, der Gemeinschaft bei Festen und Reisen vorherrschend. Das weiß auch der Präses Pfarrer Georg Weigel zu schätzen, denn er lud an einem schönen Sommerabend den Chor zu einer Grillparty in seinen Pfarrgarten ein, wobei er höchst persönlich das Grillen an gleich zwei Grillgeräten besorgte. Natürlich war die Stimmung ausgezeichnet und der Abend sehr lang. Und dafür wurde auch gerne ein Probeabend geopfert, auch von unserem Chorleiter.
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Im Jahr 2007 feierte Pastor Weigel sein 25jähriges Prieserjubiläum. Der Kirchenchor trug mit der Turmbläsermesse von Josef Limbacher zur Gestaltung der Festmesse bei. Die Aufführung der Turmbläsermesse war ein besonderer Wunsch des Jubilars, da die gleiche Messe zu seiner Primiz gesungen worden war.
Ein weiterer Glanzpunkt dieses Jahres war eine Aufführung der sog. ‚Nelson-Messe' - Missa in Augustiis - von Joseph Haydn sowie das ‚Magnificat' von Franz Schubert. Großer Applaus und Standing Ovations - wie nach jedem der alle zwei Jahre stattfindenden Konzerte des Chores an St. Clemens - sind natürlich Musik in den Ohren aller Mitwirkenden und spornen zu weiteren Leistungen an.
Großen Wert legt der Vorstand des Chores auf das Einbeziehen der ehemaligen, wegen Alter oder Krankheit nicht mehr aktiven Mitglieder, die oft als passive Mitglieder den Chor mit finanziellen Hilfen unterstützen. Sie werden zu dem alljährlich in der Adventzeit stattfindenden Cäcilienfest eingeladen und auch auf abesondere Aktivitäten, wie Chorreisen, angesprochen.
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In 2008 feierte Klaus Peter Jamin die Vollendung seines fünfzigsten Lebensjahres mit all seinen Chören im Pfarrsaal von St. Clemens. Selbstverständlich hatten sich alle Gäste etwas zur Mitgestaltung dieses geselligen Abends ausgedacht, was vom Geburtstagskind mit guter Bewirtung dankbar quittiert wurde.
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verfasst 9.9.2009 von
Christa Matter
Die Mitglieder des Chores von St. Clemens stehen nach wie vor zu ihrem Wahlspruch "Laudate Domino quoniam magnifice fecit".
Die Geschichte des Chores, die im Jahre 1841 ihren Anfang nahm und mit kleinen Unterbrechungen - bedingt durch Kriege - bis heute in großen Zügen aufgezeichnet ist, soll den interessierten Lesern zeigen, was Überlebenswille zustande bringt, wenn Liebe zur Sache - hier zur gemeinsamen Interpretation wertvoller Musik aus vielen Jahrhunderten bis in die Moderne hinein - überzeugend vorhanden ist. - Und diese Geschichte wird hoffentlich noch viele Jahre weitergeschrieben werden können.
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| Zu den Jahreszahlen
| 1841 | 1844 | 1845 | 1854 | 1859 | 1861 | 1866 | 1878 | 1885 | 1891 | 1892 | 1908 | 1911 | 1913 | 1916 | 1918 | 1919 | 1922 | 1923 | 1924 | 1926 | 1927 | 1930 | 1933 | 1935 | 1947 | 1950 | 1955 | 1956 | 1957 | 1961 | 1967 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1974 | 1975 | 1977 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | |
| 1900 | Der Chor an St. Clemens um 1900 |
| 1968 | 125jähriges Jubiläum |
| 1983 | 28./29. Mai 1983 140 Jahre Kirchenchor St. Clemens |
| 1983 | Besuch des Lateran in Rom |
| 1983 | Die drei Goldjubilare |
| 1983 | Audienz beim Papst |
| 1991 | 150jähriges Jubiläum |
| 2001 | Das Galakonzert im Jahr des 160jährigen Bestehens |
| 2004 | Die neue Fahne und die Chorreise in 2004 |
| 2005 | Seit 2005 macht der Bass Radtouren in Deutschland |
| 2005 | Das 2005 Konzert mit dem Requiem von W.A. Mozart |
| 2006 | Die Fahrt nach Aachen und der Adventskaffee 2006 |
| 2007 | Der Chor beim Schützenumzug 2007 |
| Quellennachweis: | ©
Seiten 1 bis 8: Bericht über die 'Geschichte des Chores St. Clemens' von Dr. Wilfried Uerschels
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13.10.2009 |