Pfarrgemeinden der GdG Krefeld-Süd

Gemeinsames Fronleichnam der Pfarren der GdG Krefeld-Süd am 11.06.2009

Hier auch das Bild groß Hier auch das Bild groß Hier auch das Bild groß
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Fronleichnamsfest 11.06.2009

Im Vertrauen auf Gottes Wort haben sich die Gemeinden im Krefelder Süden als Gemeinschaft von Glaubenden auf den Weg gemacht, Kirche zu sein, Gottes Volk auf dem Weg.

Mit dem gemeinsamen Fronleichnamsfest aller Gemeinden unserer GdG in diesem Jahr tragen wir den Grund unserer Zuversicht, Jesus Christus, sozusagen in die Stadt hinaus.

Immer wieder empfinde ich dabei die Worte der Heiligen Schrift als ein ganz großes Geschenk. Sie machen Mut, die Zukunft in den Blick zu nehmen und sich neu auf den Weg zu machen. Solch eine ‚Mut-mach-Stelle‘ finde ich im ersten Korintherbrief (Vgl. 1 Kor 12,12-31a; auch: Röm 12,4-9). Darin vergleicht der Apostel Paulus die christliche Gemeinde mit einem Organismus. Er sieht die Gemeinde als einen Leib mit vielen Gliedern, die alle verschieden sind, und die alle an ihrer Stelle im Leib unerlässlich für den ganzen Organismus sind.

Alle Anstrengungen und Kräfte, alles Überlegen und Planen wird dadurch in den richtigen Bezugsrahmen gestellt: Bei aller unerlässlichen Wichtigkeit unserer Bemühungen können wir das Wesentliche nicht machen. Und wir müssen es auch nicht machen.

Paulus ruft nämlich nicht dazu auf, den Leib Christi zu machen oder zu werden. Er sagt einfach: Die Gemeinde ist der Leib Christi.

Alle Getauften gehören als Glieder zu diesem Leib. Alle unterscheiden sich voneinander, niemand gleicht dem andern, und: - niemand ist überflüssig. Niemand muss sich verstecken – und: niemand darf sich überschätzen.

Paulus sagt: Ihr müsst die Zukunft nicht machen, das hat Gott schon längst getan! An der Stelle, wo ihr lebt, sollt ihr eure Kräfte und Begabungen einsetzen – mit den anderen und für die anderen. Allein für sich wird niemand eine gute Zukunft schaffen können. Aber als Teil des Leibes Christi ist sie allen schon geschenkt.

Das Fronleichnamsfest in diesem Jahr ist eine ganz besondere Gelegenheit, unser gemeinsames Christsein spürbar zu erfahren und fruchtbar werden zu lassen über diesen Tag hinaus. Christus selbst ist das Haupt des Leibes, Christus ist in unserer Mitte gegenwärtig im Sakrament, damit aber ist unsere Zukunft gegenwärtig in unserer Mitte.

Erinnern wir uns immer wieder selbst daran, erinnern wir uns gegenseitig daran, und sagen wir es anderen weiter als Botschaft und Angebot gelingenden Lebens.

Ihr Pastor Georg Weigel



Stand: 25.07.2009

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